Augenwald
Augenwald – verantwortungsvoll denken, zukunftsfähig handeln
Das Augenwaldgebiet wurde 2023 im Zuge des Beitritts Mühlheims zum „Großen Frankfurter Bogen“ von weiterer Bebauung ausgenommen. Diese Entscheidung folgte nachvollziehbaren Zielen des Flächenschutzes. Angesichts der heutigen Herausforderungen muss sie jedoch neu bewertet werden.
Wohnraum ist knapp, bezahlbarer Wohnraum erst recht. Gleichzeitig steht die Stadt vor wachsenden finanziellen und strukturellen Belastungen. Vor diesem Hintergrund darf es kein Tabu sein, bestehende Beschlüsse kritisch zu hinterfragen.
Bundesweit fehlen rund 1,4 Millionen Wohnungen; bis 2030 müssten jährlich etwa 400.000 neue entstehen. Mühlheim kann sich daher nicht darauf zurückziehen, eine der letzten größeren Entwicklungsflächen am Rand des Offenbacher Stadtwaldes grundsätzlich auszuschließen. Ein pauschales Festhalten an Nichtbebauung wird der Verantwortung gegenüber künftigen Generationen nicht gerecht.
Der Erhalt von Grünflächen bleibt ein hohes Gut. Nachhaltigkeit bedeutet jedoch auch, soziale und wirtschaftliche Aspekte mitzudenken. Eine maßvolle, ökologisch verantwortungsvolle Bebauung des Augenwaldgebiets ist aus unserer Sicht möglich – mit geringer Versiegelung, großzügigen Grünanteilen, energieeffizienter Bauweise und guter verkehrlicher Anbindung.
Besonders junge Familien leiden unter der aktuellen Wohnraumsituation. Während frühere Generationen leichter Wohneigentum erwerben konnten, ist dies heute für viele kaum noch erreichbar. Das Augenwaldgebiet bietet die Chance, familienfreundlichen, bezahlbaren und zukunftsfähigen Wohnraum in guter Lage zu schaffen.
Eine verantwortungsvolle Entwicklung des Augenwalds kann neuen Wohnraum schaffen, die Stadt finanziell stabilisieren und Perspektiven für junge Menschen und Familien eröffnen – ohne Umwelt- und Klimaschutz aus dem Blick zu verlieren. Diese Chance sollten wir sachlich, offen und ohne ideologische Vorfestlegungen diskutieren.
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